Wrocław, Polen
Gedenkkreuze für die Opfer von Katyń
Bevor das Katyń-Denkmal im Zentrum von Wrocław (deutsch: Breslau) errichtet wurde, stellte die örtliche »Katyń-Familie« im Jahr 1994 auf den beiden größten kommunalen Friedhöfen der Stadt je ein Gedenkkreuz für die Opfer von Katyń auf. Es handelte sich zunächst um fünf Meter hohe Holzkreuze, die dem vom Primas Polens 1988 für die Begräbnisstätte im Wald von Katyń gestifteten Kreuz nachempfunden waren. Im Jahr 1995, zum 55. Jahrestag des Verbrechens, wurden die Kreuze durch Gedenksteine mit Inschriften ergänzt.
Später wurden die hölzernen Kreuze durch haltbare Metallkreuze ersetzt, auf deren Querbalken die Inschrift »KATYŃ 1940« steht. Am Schnittpunkt des Kreuzes befindet sich zudem jeweils ein Relief des Wappens der Polnischen Armee, der gekrönte Adler mit Pelte. Darüber hinaus wurden an der Einfassung des Kreuzes auf dem Friedhof Grabiszyn von Angehörigen der Opfer individuelle Epitaphen eingemauert.
Ein gleichartiges Kreuz samt Gedenkstein wurde am 15. Oktober 2008 auch auf dem katholischen Gemeindefriedhof im Süden von Wrocław aufgestellt.
Inschriften
Inschrift des Kreuzes
(auf den Friedhöfen Osobowice und Grabiszyn)
Pamięci 22 tysięcy polskich oficerów, /
policjantów
i innych jeńców z obozów: /
Kozielsk, Ostaszków, Starobielsk / zamordowanych
przez NKWD / wiosną 1940 roku w
Katyniu, Miednoje, / Charkowie i nieznanych
miejscach b. ZSRR, / w 55 rocznicę ich
męczeńskiej śmierci / Dolnośląska Rodzina
Katyńska
Deutsche Übersetzung:
Zum Gedenken an 22 000 polnische Offiziere, Polizisten und andere Kriegsgefangene aus den Lagern Koselsk, Ostaschkow, Starobilsk, die im Frühjahr 1940 durch den NKWD in Katyń, Mednoje, Charkiw und an anderen unbekannten Orten der ehemaligen UdSSR ermordet wurden. Am 55. Jahrestag ihres Märtyrertods, die niederschlesische Katyń-Familie
Zum Gedenken an 22 000 polnische Offiziere, Polizisten und andere Kriegsgefangene aus den Lagern Koselsk, Ostaschkow, Starobilsk, die im Frühjahr 1940 durch den NKWD in Katyń, Mednoje, Charkiw und an anderen unbekannten Orten der ehemaligen UdSSR ermordet wurden. Am 55. Jahrestag ihres Märtyrertods, die niederschlesische Katyń-Familie
Sprache: Polnisch, Schrift: Lateinisch
Inschrift des Kreuzes
(auf dem katholischer Friedhof)
Pamięci / 22 tysięcy polskich oficerów, policjantów
/ oraz pozostałych służb mundurowych
/ i administracyjnych z obozów: /
Kozielsk, Ostaszków, Starobielsk, / zamordowanych
przez NKWD wiosną 1940 roku
a następnie / pogrzebanych / w Katyniu,
Miednoje, Charkowie / jak również w innych
miejscach kaźni b. ZSRR / W 67 rocznicę ich
męczeńskiej śmierci / Dolnośląska Rodzina
Katyńska / we Wrocławiu
Deutsche Übersetzung:
Zum Gedenken an 22 000 polnische Offiziere, Polizisten und andere, die in Uniform oder in der Verwaltung gedient haben, aus den Lagern Koselsk, Ostaschkow, Starobilsk. Im Frühjahr 1940 wurden sie vom NKWD ermordet und anschließend in Katyń, Mednoje, Charkiw sowie an anderen Exekutionsstätten der ehemaligen UdSSR begraben.
Zum Gedenken an 22 000 polnische Offiziere, Polizisten und andere, die in Uniform oder in der Verwaltung gedient haben, aus den Lagern Koselsk, Ostaschkow, Starobilsk. Im Frühjahr 1940 wurden sie vom NKWD ermordet und anschließend in Katyń, Mednoje, Charkiw sowie an anderen Exekutionsstätten der ehemaligen UdSSR begraben.
Sprache: Polnisch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
1994 - Errichtung
Errichtung der Gedenkkreuze für die Opfer von Katyń
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Erinnerungsorte für die Opfer von Katyn, Leipzig 2013
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Kommunaler Friedhof Osobowice, ul. Osobowicka 59, kommunaler Friedhof Grabiszyn, ul. Grabiszyńska 333, katholischer Friedhof, ul. Bardzka 80
- Stadt: Wrocław
- Gebiet: Woiwodschaft Niederschlesien
- Land: Polen

