Tettau, Deutschland

Gedenkkreuz für alle Opfer der Gewalt

 
Am 26. August 1962 fuhren etwa 300 Soldaten der DDR-Grenztruppen auf zwölf Lastwagen auf einem schmalen Weg südlich des thüringischen Ortes Sattelgrund. Sie waren unterwegs zu Befestigungsarbeiten an der Grenze. Dabei stürzte der erste Wagen mit 26 Soldaten ab und überschlug sich mehrfach. Sechs Angehörige der DDR-Grenztruppen kamen dabei ums Leben. Noch im Herbst 1962 errichtete der katholische Seelsorger Josef Hanus zusammen mit einer Jugendgruppe auf bayerischem Gebiet gegenüber der Unfallstelle ein Gedenkkreuz, das zum einen an das Unglück erinnert, zum anderen aber auch allen Opfern von Gewalt gewidmet ist.

Inschriften

Inschrift des Gedenkkreuzes
(an der Frankenwald-Hochstraße)
Für alle Opfer der Gewalt // ,Liebet einander, / wie ich euch geliebt habe‘ // (Joh. 15–12) // 26.8.1962
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

1962 - Errichtung
Eriichtung des Gedenkkreuzes zur Erinnerung an das Unglück

Literatur

  • Ullrich, Maren: Geteilte Ansichten. Erinnerungslandschaft deutsch-deutsche Grenze, Berlin 2006
  • Grafe, Roman: Die Grenze durch Deutschland. Eine Chronik von 1945 bis 1990, Berlin 2002

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016