Berlin, Deutschland

Findlinge im ehemaligen Grenzstreifen

 
Mit dem Ausbau des Berliner Mauerwegs für Wanderer und Radfahrer wurden zwei Ziele verfolgt. Zum einen sollte nach Überwindung der deutschen Teilung an die Geschichte erinnert werden. Zum anderen konnte damit ein uraltes Vorhaben der Berliner Stadtentwicklung umgesetzt werden – der Ausbau zusammenhängender Grünanlagen und Erholungszonen innerhalb und im Umfeld der Großstadt. Was Anfang des 20. Jahrhunderts geplant, durch Kriege und schließlich die Teilung Berlins nicht realisiert wurde, kam nach dem Fall der Mauer endlich wieder auf die Tagesordnung. Der Stadtbezirk Treptow, durch den der längste Abschnitt der früheren innerstädtischen Grenze führte, profitierte dabei sehr von den öffentlichen Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur. Einer der Rastplätze, die sowohl zum Verweilen einladen als auch an die Mauer erinnern, befindet sich auf Höhe des Drüsenheimer Weges. Drei aufgereihte Findlinge, typische Elemente der eiszeitlich geformten Landschaft, deuten die frühere Grenze an; zwei hindurchführende Wege symbolisieren deren Überwindung. Weitere Informationen über die Geschichte des Ortes erhält sind auf den nebenstehenden Tafeln zu finden.

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016