Weimar, Deutschland

Denkmal zur Erinnerung an die deutsche Einheit

 
Anlässlich der Wiedervereinigung Deutschlands errichtete der Kunstschmied Kai Kämpfe gemeinsam mit seinem Vater Volker Kämpfe am 3. Oktober 1990 in der damals zum Landkreis Weimar gehörenden selbstständigen Gemeinde Possendorf ein Denkmal zur Erinnerung an die deutsche Einheit. Im örtlichen Industriebetrieb Weimar-Werk erwarben die beiden zuvor eine dicke Stahlplatte, auf welche sie mit einem Körner die Umrisse der Bundesrepublik und der DDR übertrugen. Anschließend legten sie die mit einem Schneidbrenner ausgeschnittenen Landkarten übereinander und verschweißten diese entlang des Verlaufes der einstigen innerdeutschen Grenze. Die kleinere in den Umrissen der ehemaligen DDR gestaltete Tafel ragt erhöht und mit einer dicken Schweißnaht versehen über die größere Platte empor. Seit der Errichtung des Denkmals gehört das symbolträchtige Abschleifen der Schweißnaht zum festen Ritual der alljährlichen Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit. An jedem 3. Oktober um 10.00 Uhr morgens versammeln sich die Anwohner Possendorfs – das seit der Kreisgebietsreform 1994 der Stadt Weimar als Ortsteil angeschlossen wurde – am Denkmal, um mit einem Winkelschleifer die Kante der aufliegenden DDR-Grenze abzutragen. Zwar bleibt die Schweißnaht weiterhin sichtbar, der Grat zwischen den zwei früheren Staaten flacht durch die Aktion allerdings Jahr um Jahr ab.

Ereignisse

3. Oktober 1990 - Einweihung
Einweihung des Denkmals zur Erinnerung an die deutsche Einheit
 
  • Kategorie: Gedenkort
  • Historisch: Nein
  • Standort: am Feuerlöschteich
  • Stadt: Weimar
  • Ortsteil: Possendorf
  • Gebiet: Thüringen
  • Land: Deutschland