Schöningen, Deutschland

Denkmal „Vergesst den deutschen Osten nicht“

 
Am 7. April 1959 beschloss der Verwaltungsausschuss der Stadt Schöningen, in der Grünanlage vor dem Rathaus einen Pfeiler mit dem Berliner Wappen, den Wappen der ehemaligen Länder in der DDR sowie der früherer deutscher Gebiete, die heute polnisches oder tschechisches Territorium sind, aufzustellen. Die Stele wurde aus Spenden und aus Mitteln der Stadt finanziert. Das aus Elmkalkstein geschliffene Quadermauerwerk sollte unter dem Motto „Vergesst den deutschen Osten nicht“ ständig an das Schicksal der deutschen Teilung erinnern und mit dem Berliner Bären auf der Vorderseite die Forderung nach Berlin als deutscher Hauptstadt weiter unterstützen. Idee und Entwurf der Gedenkstele stammten vom Schöninger Bürger Heinz Wurm. Am Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni 1959 wurde die 2,5 Meter hohe Skulptur enthüllt. Die Stele in Schöningen nutzten auch Vertriebenenverbände, um ihre weiteren Ansprüche auf frühere deutsche Ostgebiete zu bekräftigen. Die Skulpturen tragen Inschriften.

Inschriften

Inschrift der Skulptur
(auf dem Markt)
Berlin / soll immer / Hauptstadt / bleiben / 17.6.1959 Vergesst / den deutschen / Osten nicht!
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

17. Juni 1959 - Einweihung
Einweihung des Denkmals „Vergesst den deutschen Osten nicht“

Literatur

  • Gedenkstein am Schöninger Rathaus, in: Braunschweiger Zeitung, 25.4.1959

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
 
  • Kategorie: Gedenkort
  • Historisch: Nein
  • Standort: Markt
  • Stadt: Schöningen
  • Gebiet: Niedersachsen
  • Land: Deutschland