Berlin, Deutschland

Denkmal „Väter der Einheit“

 
Unter den privatwirtschaftlichen Initiatoren von Erinnerungsorten an die deutsche Teilung ragt die Axel Springer AG zweifellos hervor. Am Hochhaus des Medienkonzerns, das unmittelbar an der Berliner Mauer errichtet worden war, wurden nach dem Mauerfall einige Kunstwerke aufgestellt, die an die Wiedererlangung der „Einheit in Freiheit“ erinnern – ganz im Sinne und zur Erinnerung an die Vision des Firmengründers. Zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit beschloss die Konzernführung, Büsten jener Staatsmänner, die entscheidend zur Überwindung der Teilung beigetragen haben, in dem für die Öffentlichkeit frei zugänglichen Bereich vor dem Hochhaus zu installieren. So entstand das Denkmal „Väter der Einheit“ des französischen Bildhauers Serge Mangin, der seit 1968 in Deutschland lebt. Es besteht aus den bronzenen Porträt-Büsten von Helmut Kohl, des „Kanzlers der Einheit“, sowie der sowjetischen und amerikanischen Staatsführer Michail Gorbatschow und George Bush senior als Repräsentanten der beiden Weltmächte im Kalten Krieg. Ihre Zustimmung ließ die erhoffte Einheit erst Wirklichkeit werden. Jede der drei Büsten steht auf einem hohen Granitsockel. Die Gesichter der Politiker unterscheiden sich auffällig durch ihre Mimik, die der Künstler als „weitsichtigen, ernsten Ausdruck“ des Deutschen und „offenherzige Milde“« des Kremlchefs sowie als „angedeutetes väterliches Schmunzeln“ des damaligen US-Präsidenten beschreibt. Am 29. September 2010 wurde das Denkmal in Gegenwart zahlreicher prominenter Vertreter aus Medien und Politik enthüllt.

Ereignisse

29. September 2010 - Einweihung
Einweihung des Denkmals „Väter der Einheit“

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
 
  • Kategorie: Gedenkort
  • Historisch: Nein
  • Standort: Rudi-Dutschke-Straße
  • Stadt: Berlin
  • Ortsteil: Friedrichshain-Kreuzberg
  • Gebiet: Berlin
  • Land: Deutschland