Berlin, Deutschland

Denkmal „Sinkende Mauer“

 
Im Zusammenhang mit dem Bau der Bundesministerien für Verkehr und Wirtschaft in unmittelbarer Nachbarschaft erfolgte 1996 die Neugestaltung des historischen Invalidenparks. Nach Plänen des französischen Künstlers Christophe Girot entstand die Brunnenanlage „Sinkende Mauer“. Sie besteht aus einem 50 mal 62 Meter großen Wasserbecken, aus dem eine an die Berliner Mauer erinnernde, sieben Meter hohe Wand schräg herausragt. Von ihrer Spitze ergießt sich ein Wasservorhang über eine Schieferverkleidung in die Tiefe. Auf der begehbaren Schräge fließt Wasser in zwei Kanälen abwärts. Die Berliner Mauer soll hier als Natur gewordene Ruine erscheinen, eine Allegorie der Vergänglichkeit von Macht. Die neugestaltete Platzanlage wurde am 3. Oktober 1997 der Öffentlichkeit übergeben.

Literatur

  • Speckmann, Sigrun: Sinkende Mauer und selbstverliebter Junge, in: Der Tagesspiegel, 12. August 2000

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016