Lublin, Polen
Denkmal für die Opfer von Katyń
In einer Grünanlage an der vielbefahrenen Głęboka-Straße am Rande des Lubliner Universitätsviertels wurde 2005 ein Denkmal für die Opfer von Katyń errichtet. Es besteht aus einem Kreuz aus massiven Natursteinblöcken, dessen Querbalken die Inschrift »Katyń« trägt. Etwas unterhalb des auf einem Hügel stehenden Kreuzes befindet sich eine niedrige Mauer, in welche die Widmung des Denkmals, eine kurze historische Erläuterung, ein Zitat von Papst Johannes Paul II. sowie der »Virtuti Militari«-Orden eingraviert sind.
Das Denkmal wurde von der Lubliner »Katyń-Familie« initiiert. Seine Realisierung wurde möglich durch finanzielle Unterstützung des staatlichen »Rates zur Bewahrung des Gedenkens an Kampf und Martyrium« sowie der Stiftung »Przezorność« (Umsicht), die von der britischen Versicherungsgesellschaft Prudential gegründet worden war, um ihre polnischen Kunden für die Zugriffsverweigerung auf ihre Lebensversicherungspolicen während des Zweiten Weltkriegs symbolisch zu entschädigen. Die Enthüllung des Denkmals konnte am 11. Dezember 2005 gefeiert werden.
Inschriften
Inschrift des Denkmals
(auf der Mauer unterhalb des Kreuzes)
W hołdzie / ofiarom zbrodni katyńskiej // oficerom Wojska Polskiego / żołnierzom / Korpusu Ochrony Pogranicza / żandarmerii wojskowej / funkcjonariuszom Policji Państwowej / Straży Granicznej i Służby Więziennej // Społeczeństwo Lubelszczyzny / A. D. 2005;
17 września 1939 r. / na walczącą z hitlerowskim najeźdźcą Polskę / zdradziecko napadły wojska ZSRR / Broniących ojczyzny/ uwięziono w obozach jenieckich NKWD / Wiosną 1940 roku / z rozkazu władz sowieckich zamordowano / w Katyniu – 4421 jeńców z obozu Kozielsk / w Twerze – 6311 jeńców z obozu Ostaszków / w Charkowie – 3820 jeńców z obozu Starobielsk / w nieznanych miejscach – 7305 jeńców // Pamięć o nich pozostanie na zawsze w naszych sercach;
»Wszechmogący wieczny Boże, / ojcze ludów i narodów, / błagamy Cię, / przyjmij dar świadectwa wiary, / męki i śmierci synów naszego narodu / umęczonych i zamordowanych na Wschodzie, / uczyń ich ofiarę / posiewem wolności i pokoju ( ...)« /
Jan Paweł II papież
Deutsche Übersetzung:
Zu Ehren der Opfer des Verbrechens von Katyń, der Offiziere der Polnischen Armee, der Soldaten des Grenzschutzkorps und der Militärgendarmerie, der Beamten der Staatlichen Polizei, des Grenzschutzes und des Justizdienstes. Die Bevölkerung des Lubliner Landes, A. D. 2005; Am 17. September 1939 griffen die Armeen der UdSSR das gegen den hitleristischen Aggressor kämpfende Polen hinterrücks an. Diejenigen, die das Vaterland verteidigten, wurden in Kriegsgefangenenlagern des NKWD interniert. Im Frühjahr 1940 wurden auf Befehl der sowjetischen Führung ermordet: in Katyń – 4421 Gefangene aus dem Lager Koselsk, in Twer – 6311 Gefangene aus dem Lager Ostaschkow, in Charkiw – 3820 Gefangene aus dem Lager Starobilsk, an unbekannten Orten – 7305 Gefangene. Die Erinnerung an sie wird für immer in unseren Herzen bleiben.; »Allmächtiger ewiger Gott, Vater der Völker und Nationen, wir flehen Dich an: nimm das Zeugnis ihres Glaubens, die Qualen und den Tod jener Söhne unserer Nation, die im Osten gefoltert und ermordet wurden, als Gabe an; mach ihr Opfer zur Saat der Freiheit und des Friedens ( ...)«, Papst Johannes Paul II.
Zu Ehren der Opfer des Verbrechens von Katyń, der Offiziere der Polnischen Armee, der Soldaten des Grenzschutzkorps und der Militärgendarmerie, der Beamten der Staatlichen Polizei, des Grenzschutzes und des Justizdienstes. Die Bevölkerung des Lubliner Landes, A. D. 2005; Am 17. September 1939 griffen die Armeen der UdSSR das gegen den hitleristischen Aggressor kämpfende Polen hinterrücks an. Diejenigen, die das Vaterland verteidigten, wurden in Kriegsgefangenenlagern des NKWD interniert. Im Frühjahr 1940 wurden auf Befehl der sowjetischen Führung ermordet: in Katyń – 4421 Gefangene aus dem Lager Koselsk, in Twer – 6311 Gefangene aus dem Lager Ostaschkow, in Charkiw – 3820 Gefangene aus dem Lager Starobilsk, an unbekannten Orten – 7305 Gefangene. Die Erinnerung an sie wird für immer in unseren Herzen bleiben.; »Allmächtiger ewiger Gott, Vater der Völker und Nationen, wir flehen Dich an: nimm das Zeugnis ihres Glaubens, die Qualen und den Tod jener Söhne unserer Nation, die im Osten gefoltert und ermordet wurden, als Gabe an; mach ihr Opfer zur Saat der Freiheit und des Friedens ( ...)«, Papst Johannes Paul II.
Sprache: Polnisch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
11. Dezember 2005 - Einweihung
Enthüllung des Denkmals
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Erinnerungsorte für die Opfer von Katyn, Leipzig 2013
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Ul. Głęboka / ul. Lesława Pagi
- Stadt: Lublin
- Gebiet: Woiwodschaft Lublin
- Land: Polen


