Gdynia, Polen

Denkmal für die Opfer von Katyń

 
Auf dem »Friedhof der Verteidiger der Küste« in Gdynia-Redłowo, auf dem Gefallene des Zweiten Weltkriegs ruhen, wurde am 13. April 1992 ein Denkmal für die Opfer des sowjetischen Massenmordes von Katyń enthüllt. Es geht auf die Initiative der Gdingener »Katyń-Familie« zurück und wurde von Ryszard Debis entworfen. Das Denkmal besteht aus einer schlichten Platte mit gewölbter Frontseite, deren Gestalt an eine militärische Uniform erinnert. Auf der Platte befindet sich ein großes, flaches Kreuz mit der Inschrift des Denkmals. Links und rechts dieses zentralen Teils des Denkmals sind drei flache Sockel angeordnet, auf denen jeweils ein kleines Kreuz mit dem Namen der Gräberstätten Katyń, Mednoje und Charkiw angebracht ist. In jedem dieser Sockel ist eine Urne mit Erde von einem dieser Ort eingemauert. Davor befindet sich jeweils eine in den Boden eingelassene Schale für ein Grablicht. Das Denkmal wurde von der ältesten Witwe der Gdingener »Katyń-Familie«, Maria Jaszke, gemeinsam mit der Stadtpräsidentin Gdingens, Franciszka Cegielska, und dem Befehlshaber der Kriegsmarine, Konteradmiral Romuald Waga, enthüllt und von Erzbischof Tadeusz Gocłowski geweiht.

Inschriften

Inschrift der Platte
(auf dem Denkmal)
Oficerom polskim / zamordowanym / przez NKWD / wiosną 1940 roku / Katyń / Charków / Miednoje
Deutsche Übersetzung:
Den polnischen Offizieren, die im Frühjahr 1940 durch den NKWD ermordet wurden. Katyń, Charkiw, Mednoje
Sprache: Polnisch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

13. April 1992 - Einweihung
Enthüllung des Denkmals für die Opfer von Katyń

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Erinnerungsorte für die Opfer von Katyn, Leipzig 2013