Ostrowiec Świętokrzyski, Polen
Denkmal für die Opfer von Katyń
Das Denkmal für die Opfer von Katyń in Ostrowiec Świętokrzyski wurde im Jahr 2002 auf dem Platz vor der hölzernen Herz-Jesu-Kirche unweit der Stahlhütte der zentralpolnischen Industriestadt errichtet. An diesem Platz hatten sich im Herbst 1939 die eingezogenen Reservisten aus der Stadt von ihren Angehörigen verabschiedet. Das Denkmal besteht aus drei Blöcken aus rotem Sandstein, in die verschiedene Reliefs eingearbeitet sind. Die oberen Enden der Steinblöcke sind als Wald von Kreuzen gestaltet. Darunter befinden sich die Jahreszahl 1940, ein Relief der »Mutter Gottes von Katyń«, ein weiteres der »Mutter Gottes von Koselsk«, der polnische gekrönte Adler und das Wappen der Polnischen Armee. Neben den großen Steinblöcken dient ein kleinerer Block als Sockel für den Abguss einer Rogatywka, der charakteristischen quadratischen Kopfbedeckung des polnischen Militärs.
Die Einweihung des eigentlichen Denkmals fand am 11. November 2002, dem polnischen Unabhängigkeitstag, statt. Ein halbes Jahr später, im April 2003, wurden an der Mauer neben dem Denkmal vier Gedenktafeln enthüllt, die die Namen von 41 Opfern der sowjetischen Massenerschießungen aus Ostrowiec Świętokrzyski enthalten.
Inschriften
Inschrift des Denkmals
(in der Herz-Jesu-Kirche)
1940;
Ofiarom zbrodni katyńskiej
Deutsche Übersetzung:
1940; Den Opfern des Verbrechens von Katyń
1940; Den Opfern des Verbrechens von Katyń
Sprache: Polnisch, Schrift: Lateinisch
Inschrift der Gedenktafeln
(in der Herz-Jesu-Kirche)
Jeńcy z obozu / w Starobielsku / zamordowani
przez NKWD w Charkowie / spoczywają
na polskim cmentarzu / wojennym w Charkowie
/ [es folgen 7 Namen von Ermordeten
mit Dienstrang];
Jeńcy z obozu / w Kozielsku / zamordowani
przez NKWD w Katyniu / spoczywają na polskim
cmentarzu / wojennnym w Katyniu /
[es folgen 17 Namen von Ermordeten mit
Dienstrang];
Jeńcy z obozu / w Ostaszkowie / zamordowani
przez NKWD w Kalininie / spoczywają
na polskim cmentarzu / wojennnym w Miednoje
/ [es folgen 12 Namen von Ermordeten
mit Dienstrang];
Zaginęli na terenie ZSRR / [es folgen 5
Namen von Ermordeten mit Dienstrang]
Deutsche Übersetzung:
Gefangene aus dem Lager in Starobilsk, durch den NKWD in Charkiw ermordet, sie ruhen auf dem polnischen Militärfriedhof in Charkiw [es folgen 7 Namen von Ermordeten mit Dienstrang]; Gefangene aus dem Lager in Koselsk, durch den NKWD in Katyń ermordet, sie ruhen auf dem polnischen Militärfriedhof in Katyń [es folgen 17 Namen von Ermordeten mit Dienstrang]; Gefangene aus dem Lager in Ostaschkow, durch den NKWD in Kalinin ermordet, sie ruhen auf dem polnischen Militärfriedhof in Mednoje [es folgen 12 Namen von Ermordeten mit Dienstrang]; Sie verschwanden auf dem Territorium der UdSSR [es folgen 5 Namen von Ermordeten mit Dienstrang]
Gefangene aus dem Lager in Starobilsk, durch den NKWD in Charkiw ermordet, sie ruhen auf dem polnischen Militärfriedhof in Charkiw [es folgen 7 Namen von Ermordeten mit Dienstrang]; Gefangene aus dem Lager in Koselsk, durch den NKWD in Katyń ermordet, sie ruhen auf dem polnischen Militärfriedhof in Katyń [es folgen 17 Namen von Ermordeten mit Dienstrang]; Gefangene aus dem Lager in Ostaschkow, durch den NKWD in Kalinin ermordet, sie ruhen auf dem polnischen Militärfriedhof in Mednoje [es folgen 12 Namen von Ermordeten mit Dienstrang]; Sie verschwanden auf dem Territorium der UdSSR [es folgen 5 Namen von Ermordeten mit Dienstrang]
Sprache: Polnisch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
11. November 2002 - Einweihung
Einweihung des Denkmals für die Opfer von Katyń
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Erinnerungsorte für die Opfer von Katyn, Leipzig 2013
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Herz-Jesu-Kirche, ul. Sandomierska
- Stadt: Ostrowiec Świętokrzyski
- Gebiet: Woiwodschaft Heiligkreuz
- Land: Polen
