Kielce, Polen
Denkmal für die Opfer von Katyń
Auf dem Partisanenfriedhof in Kielce, der fast 300 Einzel- und 23 Massengräber von Angehörigen der in dieser Region Polens während des Zweiten Weltkriegs besonders aktiven Partisanenbewegung sowie von Opfern deutscher Exekutionen beherbergt, wurde im Jahr 1990 ein Denkmal für die Opfer des Verbrechens von Katyń errichtet. Es entstand auf Initiative der regionalen Gliederungen des »Weltverbands der Soldaten der Armia Krajowa«, der nichtkommunistischen polnischen Untergrundarmee während der deutschen Besatzungszeit, sowie des »Verbandes der nach Sibirien deportierten Polen« und der »Katyń-Familie«, des Verbandes der Angehörigen der Opfer des sowjetischen Massenmordes im Frühjahr 1940. Das Denkmal wurde von Jan Łeski entworfen und besteht aus drei Kreuzen, deren Querbalken sich überlappen und die die drei NKWD-Lager symbolisieren, in denen die polnischen Kriegsgefangenen festgehalten wurden. Zu Füßen der Kreuze befindet sich eine symbolische Grabplatte mit dem Wappen der Polnischen Armee und der Aufschrift »KATYŃ«.
Im Jahr 1996 wurde dieses Denkmal nach einem Entwurf von Henryk Dłużewski um zwei zu beiden Seiten der Kreuze aufgestellte Tafeln erweitert. Diese enthalten die Namen von 184 Offizieren und Polizisten aus der Region Kielce, die in Katyń, Kalinin und Charkiw durch den NKWD ermordet wurden. Außerdem wurde ein Relief der »Mutter Gottes von Katyń«, die einen getöteten Soldaten mit Einschussloch im Hinterkopf im Arm hält, an den drei Kreuzen angebracht. Das erneuerte Denkmal wurde an Allerheiligen 1996 von Bischof Mieczysław Jaworski geweiht.
Ereignisse
1990 - Errichtung
Errichtung des Denkmals für die Opfer von Katyń
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Erinnerungsorte für die Opfer von Katyn, Leipzig 2013
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Partisanenfriedhof, ul. Ściegiennego/ ul. Mariana Sołtysiaka »Barabasza«/ ul. Kwasa
- Stadt: Kielce
- Gebiet: Woiwodschaft Heiligkreuz
- Land: Polen
