Olsztyn, Polen

Denkmal für die Opfer von Katyń

 
Auf dem kommunalen Friedhof von Olsztyn (deutsch Allenstein) war im Jahr 1993 zunächst ein schlichtes Holzkreuz zum Gedenken an die Opfer von Katyń aufgestellt worden. Im Vorfeld des 55. Jahrestages des Massenmordes im Jahr 1995 bemühte sich die Allensteiner »Katyń-Familie« um eine Erweiterung dieses Gedenkortes zu einem Denkmal. Dessen Vorbereitung und Realisierung übernahm ein aus Vertretern von lokalen Institutionen und Unternehmen gebildetes Baukomitee unter Schirmherrschaft des Bischofs von Ermland, Edmund Piszcz, des Allensteiner Wojewoden Janusz Lorenc, des Stadtpräsidenten und der örtlichen Militär- und Polizeikommandeure. Neben den von diesem Komitee gesammelten Spenden wurde das Denkmal aus öffentlichen Mitteln finanziert. Am 17. September 1995, dem Jahrestag des sowjetischen Einmarsches nach Ostpolen, konnte es feierlich enthüllt und geweiht werden. Im Zentrum des von Jerzy Wielebnowski gestalteten Denkmals steht eine graue Steinplatte, deren linker oberer Rand schräg abgerissen erscheint. In diese sind die Jahreszahl 1940, die Ortsnamen »Katyń«, »Miednoje« und »Charków« sowie der »Virtuti Militari«-Orden eingraviert. Auf einer rechts versetzt in diese Platte eingelassenen schwarzen Tafel befindet sich die Widmung des Denkmals. Zu beiden Seiten dieses Ensembles sind jeweils drei Gedenktafeln aufgestellt, auf denen die Namen von 89 Ermordeten zu lesen sind, deren Angehörige sich nach dem Krieg in Allenstein angesiedelt haben.

Inschriften

Widmung des Denkmals
(auf einer rechts versetzt in die Denkmalplatte eingelassenen schwarzen Tafel)
1940 / Katyń / Miednoje / Charków; Pamięci ponad 21 tysięcy / oficerów WP, policjantów, / żandarmów, żołnierzy KOP, / pracowników więziennictwa, / i innych zamordowanych / przez stalinowskich / oprawców. // Pomnik wzniesiono / w 55. rocznicę mordu / dzięki staraniom / Rodziny Katyńskiej / w Olsztynie / ze składek organizacji, / instytucji i społeczeństwa / Warmii i Mazur
Deutsche Übersetzung:
1940 Katyń, Mednoje, Charkiw; Zum Gedenken an über 21 000 Offiziere der Polnischen Armee, Polizisten, Gendarmen, Soldaten des Grenzschutzkorps, Justizbedienstete und andere von den stalinistischen Folterknechten Ermordete. Dieses Denkmal wurde zum 55. Jahrestag des Verbrechens dank der Bemühungen der Katyń- Familie Allenstein und durch Spenden von Organisationen, Institutionen und der Bevölkerung Ermland-Masurens errichtet
Sprache: Polnisch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

17. September 1995 - Einweihung
Einweihung des Denkmals für die Opfer von Katyń

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Erinnerungsorte für die Opfer von Katyn, Leipzig 2013