Lublin, Polen

Denkmal für die Opfer von Katyń

 
Auf dem Grundstück der katholischen Kirche des Erzengels Michael in Lublin wurde im Oktober 2010 ein Denkmal für die Opfer von Katyń errichtet. Es geht auf den Pfarrer der Kirche, Arkadiusz Paśnik, zurück, der im Rahmen der Kampagne »Katyń – vor dem Vergessen retten« eine Kooperation mit umliegenden Schulen und Vorschulen initiiert hatte. Wie viele andere neuere Katyń-Denkmäler nimmt es die Symbolik der Eisenbahnschienen auf, die an die Transporte der Deportierten und Gefangenen nach Osten erinnern. Die grundlegende gestalterische Idee des Denkmals basiert auf einem nach Osten ausgerichteten Stück Gleisbett, das in einem in zwei Hälften geteilten Kreuz ausläuft. Auf der Höhe des durchbrochenen Querbalkens wird das Kreuz durch eine Kette mit dem Wappen der Polnischen Armee, dem gekrönten Adler mit der Pelte, zusammengehalten. Im unteren Bereich des Kreuzes ist der große, in Eisen gegossene Schriftzug »Katyń 1940« angebracht. Im Rahmen der Einweihung des Denkmals am 26. Oktober 2010 wurden in dessen unmittelbarer Nähe acht Gedenkeichen gepflanzt, die einzelnen Opfern der sowjetischen Massenerschießungen gewidmet sind. Ein Findling mit einer Gedenktafel führt die Namen der Geehrten auf. Der Gedenkort ist damit Teil der seit 2008 von der katholischen Gesellschaft »Parafiada« unter Schirmherrschaft des ehemaligen polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczyński durchgeführten Gedenkkampagne »Katyń – vor dem Vergessen retten«, die in Polen und anderen Ländern der Welt über 20 000 Eichen für die Opfer des Verbrechens von Katyń pflanzen möchte.

Inschriften

Inschrift des Kreuzes
(im unteren Bereich des Kreuzes)
Katyń 1940
Deutsche Übersetzung:
Katyń 1940
Sprache: Polnisch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

Oktober 2010 - Errichtung
Errichtung des Denkmals für die Opfer von Katyń

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Erinnerungsorte für die Opfer von Katyn, Leipzig 2013