Mogilno, Polen

Denkmal für die Opfer von Katyń

 
Auf dem Friedhof der Kleinstadt Mogilno war bereits am 21. Juni 1994 auf Initiative von Adam Kowalski, des Enkels eines in Katyń ermordeten Offiziers, ein Gedenkkreuz für die Opfer des sowjetischen Massenmordes errichtet worden. Es bestand aus einem Kreuz mit der Inschrift »Katyń« sowie einem Findling, auf dem die Namen von vier aus dem Städtchen stammenden Opfern verzeichnet waren. Nachdem im Laufe der Zeit die Namen weiterer Opfer mit Bezug zu Mogilno bekanntgeworden waren, ließ die örtliche »Katyń-Familie« dieses erste Denkmal im Jahr 2007 durch ein neues ersetzen, das nunmehr 25 »Söhne der Region Mogilno« namentlich ehrt. Im Mittelpunkt des erneuerten Denkmals, das am 15. September 2007 enthüllt wurde, steht ein Kreuz aus rotem Granit mit der Aufschrift »Katyń«. Hinter dem Kreuz befinden sich zwei senkrecht aufgestellte, helle Steinplatten, die im oberen Bereich jeweils einen Adlerflügel darstellen. Auf der rechten dieser Platten ist die schwarze Gedenktafel mit der Inschrift befestigt. Das Denkmal wird durch eine symbolische Grabplatte zu Füßen des Kreuzes vervollständigt.

Inschriften

Inschrift der Gedenktafel
(auf der rechten Steinplatte)
»Gdy gaśnie pamięć ludzka / dalej mówią kamienie« / Stefan Kardynał Wyszyński Prymas Polski // Wśród wielu dziesiątek tysięcy żołnierzy / i oficerów Wojska Polskiego / zamordowanych w 1940 r. w Katyniu, / Starobielsku, Ostaszkowie, Miednoje, Charkowie, / Czortkowie, Równem i Kozielsku / oraz innych miejscach Golgoty Wschodu / z rozkazu stalinowskich władz Związku / Sowieckiego, znaleźli się synowie / Ziemi Mogileńskiej: // [es folgen 25 Namen von Ermordeten mit Diensträngen] // Urny z ziemią nasyconą krwią naszych bohaterów / złożono Mogilno 15 września 2007r.
Deutsche Übersetzung:
»Wenn die menschliche Erinnerung verblasst, sprechen die Steine weiter«, Stefan Kardinal Wyszyński, Primas von Polen. Unter vielen zigtausenden von Soldaten und Offizieren der Polnischen Armee, die im Jahr 1940 in Katyń, Starobilsk, Ostaschkow, Mednoje, Charkiw, Tschortkiw, Riwne [bis zum Zweiten Weltkrieg polnische Städte in der westlichen Ukraine] und Koselsk sowie anderen Orten des Golgathas des Ostens auf Befehl des stalinistischen Regimes der Sowjetunion ermordet wurden, waren Söhne der Region Mogilno: [es folgen 25 Namen von Ermordeten mit Diensträngen]. Urnen mit Erde, die vom Blut unserer Helden getränkt ist, wurden eingelassen. Mogilno, 15. September 2007
Sprache: Polnisch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

Juni 1994 - Errichtung
Errichtung des Denkmals für die Opfer von Katyń

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Erinnerungsorte für die Opfer von Katyn, Leipzig 2013