Finsterwalde, Deutschland

Denkmal für alle Opfer von Gewaltherrschaft und Diktatur und Mahnmal für Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit

 
An der Straßenkreuzung Langer Damm / Geschwister-Scholl-Straße wurde 1949 ein Ehrenhain für die Menschen aus Finsterwalde eingerichtet, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Nach 1990 wurde die Gedenkstätte auf Beschluss der Stadt beseitigt, die Inschriftentafeln eingelagert. 1993 vergab die Stadt den Auftrag, an derselben Stelle ein „Denkmal für alle Opfer von Gewaltherrschaft und Diktatur und Mahnmal für Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit“ zu schaffen. Der ortsansässige Künstler Eckhard Böttger gestaltete das Denkmal, das 1996 der Öffentlichkeit übergeben wurde. Er bezog die erhalten gebliebene, 14 Meter lange Mauer in seine Gestaltung ein. An ihrer linken Seite sind schattenrissartige Figuren aus rostendem Stahlblech angebracht, die verschiedene Assoziationen zu Bedrohung und Gewalt auslösen. Im rechten Teil sind ebenfalls Figuren sowie eine Arche als Symbol für Überfahrt, Verbindung, Geborgenheit gestaltet. Das Denkmal verzichtet auf Inschriften und Erklärungen.

Ereignisse

1996 - Einweihung
Enthüllung des Denkmals für alle Opfer von Gewaltherrschaft und Diktatur und Mahnmal für Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016