Kulmbach, Deutschland
Denkmal „Deutschland unteilbar“
Im Oktober 1934 wurde im bayrischen Kulmbach die „Hohe Flut-Brücke“ eingeweiht. Mit ihr konnte der Main in Richtung Berlin überwunden werden, weshalb die Brücke bereits zum Zeitpunkt der Fertigstellung als Symbol für die Einheit Deutschlands betrachtet wurde.
Am 8. Februar 1962 beschloss der Stadtrat Kulmbachs einstimmig, „zur ständigen Mahnung an die widerrechtliche Spaltung Deutschlands und die Abschnürung der alten Reichshauptstadt Berlin“ die Brücke fortan „Berliner Brücke“ zu nennen. Ein halbes Jahr vorher war in Berlin durch das SED-Regime die Mauer errichtet worden. Am 23. März 1962 fand mit mehreren Tausend Menschen eine Feierstunde auf der Brücke statt, bei der auch ein Mahnmal des Kuratoriums Unteilbares Deutschland eingeweiht wurde. Es handelte sich um eine Zaun-Stacheldraht-Installation an einem Obelisken mit einer Inschrift. Bei der Einweihung sprach als Vertreter West-Berlins der Senator für Bundesangelegenheiten, Klaus Schütz. Das Mahnmal solle so lange stehenbleiben bis die Deutschen wieder ein vereinigtes Volk seien. Im Jahre 1979 wurde die Inschrift des Obelisken restauriert und an einem eigens zur Brücke transportierten Findling angebracht. Am 17. Juni 1979 wurde der Findling in einer Grünanlage an der Brücke erneut mit einem Festakt eingeweiht.
Inschriften
Inschrift des Denkmals
(an der Berliner Brücke)
Deutschland unteilbar
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
17. Juni 1979 - Einweihung
Einweihung des Findlings am Denkmal
23. März 1962 - Einweihung
Einweihung des Denkmals
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Berliner Brücke
- Stadt: Kulmbach
- Gebiet: Bayern
- Land: Deutschland
