Berlin, Deutschland

Denkmal "Berliner Mauer"

 
Die protestantische Zwingli-Kirche am Rudolfplatz, ein neugotischer Backsteinbau von 1908, geriet nach dem Mauerbau in Vergessenheit. Jahrzehntelang diente sie als Bücherdepot der Ost-Berliner Staatsbibliothek. Zwischen der Warschauer Straße und der Oberbaumbrücke in einer beliebten Ausgeh- und Partyzone gelegen, wird das Gotteshaus seit seiner Renovierung in den Jahren 1993 bis 1995 wieder kirchlich genutzt und beherbergt den 2007 gegründeten Verein KulturRaum Zwingli-Kirche. Um das historische Gebäude im Quartier an der ehemaligen OSRAM/NARVA-Fabrik zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt zu machen, organisiert der Verein u. a. Ausstellungen zur lokalen Stadtgeschichte. 2009 gehörte dazu eine Schau zum Thema „Vor dem Fall der Mauer – 40 Jahre Leben mit der Teilung in Friedrichshain-Kreuzberg“. Seither stehen vor der Kirche drei Originalsegmente der Berliner Mauer zur Erinnerung an die Teilung der Stadt und deren Überwindung.

Ereignisse

2009 - Errichtung
Errichtung des Denkmals "Berliner Mauer" vor der Kirche

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016