Fehmarn, Deutschland

Berlin-Stein

 
Zur Erinnerung an Berlin als Hauptstadt eines ungeteilten Deutschlands wurden in einer Reihe von Städten der Bundesrepublik Deutschland in den 1950er und 1960er Jahren „Meilensteine“ errichtet, die eine Entfernungsangabe des Ortes von Berlin angaben. In Burg auf der Insel Fehmarn wurde dieses Gedenken mit dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR verbunden. Das Inselkuratorium Unteilbares Deutschland rief die Bevölkerung am 16. Juni 1960 zu einer Kundgebung auf. Mit einer Feierstunde sollte der „Tag der Deutschen Einheit“ begangen werden. Dabei bekannten sich die Teilnehmer zur Unteilbarkeit des deutschen Volkes und erinnerten an die Opfer des Volksaufstandes von 1953 in der DDR. Nach der von Schülern der Mittelschule Burg gestalteten Gedenkfeier wurde an einer Doppeleiche eines zentralen Platzes in Burg ein Gedenkstein zur Erinnerung an die Tapferkeit der Berliner Bevölkerung und als Symbol des Freiheitswillens der Deutschen enthüllt. Der „Meilenstein“ enthält den Berliner Bären als Wappentier und die Inschrift „Berlin / 395 km“. Der Platz neben der Doppeleiche wurde bewusst gewählt, da diese 1898 nach dem Motiv „Up ewig ungedeelt“ gepflanzt und als Symbol der Unteilbarkeit Schleswigs und Holsteins an den Schleswig-Holsteinischen Krieg von 1848 erinnert.

Inschriften

Inschrift des Gedenksteins
(Breite Straße am Platz neben der Doppeleiche)
Berlin / 395 km
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016

Weitere Informationen

  • Informationen aus dem Stadtarchiv Fehmarn