Schwedt, Deutschland
Baumdenkmal für die deutsche Einheit mit Gedenkstein
Während der Landkreis Uckermark den Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 2018 mit einem groß angelegten Festakt beging, wurde zur selben Zeit im Schwedter Stadtteil Passow – auf der Grünfläche zwischen Schulstraße und der Dorfkirche – ein wachsendes Wiedervereinigungsdenkmal eingeweiht. Die ursprüngliche Idee für ein einheitliches Baumdenkmal brachte Werner Erhardt 2012 im Rahmen eines Bürgerdialogs mit der Bundesregierung vor. Unter der Schirmherrschaft der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel und mit Unterstützung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. beteiligten sich seitdem Hunderte Städte und Gemeinden an der Pflanzaktion. Dabei werden jeweils drei Laubbäume in Form eines gleichseitigen Dreiecks gepflanzt. Ähnlich den Menschen in Ost und West sollen sich die Kronendächer der Bäume einander annähern und zu einer Einheit zusammenwachsen. In den Westen weisend, repräsentiert dabei eine Buche die alte Bundesrepublik. Östlich davon befindet sich – als häufigste in den „neuen“ Bundesländern vorkommende Baumart – eine Kiefer als Zeichen für die ehemalige DDR. Den beiden gegenüber ist schließlich eine Eiche angebracht, als Symbol für das wiedervereinigte Deutschland.
Eben diese Eiche erhielt 2015 der damals 80-jährige ehemalige Revierförster Hans Joachim Gebert als Geburtstagsgeschenk. Auf der Suche nach einem geeigneten Standort trat er an die Gemeindeverwaltung Passow mit dem Vorschlag zur Pflanzung eines Baumdenkmals zur Erinnerung an die deutsche Einheit heran und stiftete zugleich die beiden anderen dafür notwendigen Bäume. In der Mitte der Pflanzanordnung ließen Bürgermeister Walter Henke und Ortsvorsteher Silvio Moritz einen Findling anbringen, den der Geschäftsführer der AHV Agrar Handels- und Verwaltungsgesellschaft Ulrich Grambauer zur Verfügung stellte. Der Gartzer Steinmetz Thomas Busch montierte an der Frontseite des Gedenksteins eine ergänzende Gravur. Eine Tafel an der Hinterseite des Findlings informiert über die Entstehungsgeschichte des Erinnerungszeichens.
An der feierlichen Einweihungsveranstaltung am 3. Oktober 2018 nahmen neben zahlreichen Interessierten sowie Bürgermeister Henke und Ortsvorsteher Moritz auch die Leiterin der Oberförsterei Milmersdorf Heidrun Koch und der Vertreter der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. Gregor Beyer teil.
Inschriften
Inschrift des Gedenksteins
(an der Frontseite)
Deutsche / Einheit / 1990
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Inschrift der Gedenktafel
(auf der Rückseite des Gedenksteins)
Ein wachsendes Denkmal / für die Deutsche Einheit
/ Dieses grüne lebendige Denkmal steht für 25 Jahre Wieder- / vereinigung. Deutschland wächst zusammen, wie diese Bäume. / Die Kiefer symbolisiert den Osten. / Die Buche symbolisiert
den Westen. / Die Eiche symbolisiert das vereinte Deutschland. / Eine Initiative von Werner Erhardt unter der Schirmherrschaft von / Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel; unterstützt von der Schutzge- / meinschaft Deutscher Wald – 2015. / Für Passow
initiiert durch den Revierförster a. D. Hans-Joachim Gebert / mit Unterstützung durch Bürgermeister Walter Henke, Ortsvorsteher Silvio Moritz und Ulrich Grambauer, dem Geschäftsführer der AHV Agrar / Handels- und Verwaltungsgesellschaft
mbH & Co. Produktionsbetriebe / KG aus Passow.
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
3. Oktober 2018 - Einweihung
Einweihung des Baumdenkmals für die deutsche Einheit mit Gedenkstein
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Mittelstraße 7
- Stadt: Schwedt
- Ortsteil: Passow
- Gebiet: Brandenburg
- Land: Deutschland

