Berlin, Deutschland

AlliiertenMuseum

 
Das AlliiertenMuseum dokumentiert die Geschichte der Westmächte in Berlin zwischen 1945 und 1994. Es befindet sich im Herzen des ehemaligen amerikanischen Sektors in Berlin-Zehlendorf – dort, wo sich früher die amerikanische Garnison mit dem General Lucius D. Clay Headquarter befand. Im Dezember 1991 entstand im Deutschen Historischen Museum erstmals die Idee, das Wirken der Westmächte in Form einer Ausstellung darzustellen. Die Befehlshaber der westalliierten Truppen wurden über das Vorhaben informiert und um Unterstützung bei der Suche nach Exponaten gebeten. Eine erste Ausstellung über die Westmächte wurde im September 1994 anlässlich der offiziellen Verabschiedung der alliierten Truppen aus Berlin gezeigt. Am 27. Juni 1998, zum 50. Jahrestag des Beginns der Luftbrücke, feierte das AlliiertenMuseum seine Eröffnung. Die Dauerausstellung des Museums ist in zwei Gebäuden untergebracht: Zum einen im „Outpost Theater“, einem amerikanischen Kino im Stil der 1950er Jahre, das die US-Soldaten und ihre Familien in ihrer Freizeit häufig besuchten; zum anderen in der Nicholson-Gedenkbibliothek, der ehemaligen Garnisonsbibliothek. Ihr Name erinnert an Major Arthur D. Nicholson Jr., der 1985 auf einer Aufklärungsfahrt der US-Militärverbindungsmission von einem sowjetischen Wachposten bei Ludwigslust erschossen wurde. Unter dem Titel „Wie aus Feinden Freunde wurden“ erzählt die Dauerausstellung vom wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Wiederaufbau nach dem Sieg der Alliierten über das nationalsozialistische Deutschland, von der militärischen Konfrontation zwischen Ost und West während des Kalten Krieges, der Wiedervereinigung und dem Abzug der Westmächte 1994. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Geschichte der Luftbrücke während der Berlin-Blockade 1948/49. An Hörstationen können die Rundfunkberichte des RIAS nachgehört werden, auch historische Filmaufnahmen sind zu sehen. Auf dem Außengelände des AlliiertenMuseums steht ein britischer „Rosinenbomber“ Hastings TG 503 aus der Zeit der Luftbrücke. Außerdem befindet sich dort das letzte Wachhäuschen des alliierten Kontrollpunktes am Checkpoint Charlie, der Speisewagen eines französischen Militärzugs sowie Segmente der Berliner Mauer und ein Grenzwachturm. Fast alle Erläuterungstafeln sind in deutscher, englischer und französischer Sprache verfasst.

Kontakt

AlliiertenMuseum
Clayallee 135
14195 Berlin

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
 
  • Kategorie: Museale Anlage
  • Historisch: Ja
  • Standort: Clayallee 135
  • Stadt: Berlin
  • Ortsteil: Steglitz-Zehlendorf
  • Gebiet: Berlin
  • Land: Deutschland