Wimmelburg, Deutschland

Gedenktafel für Kurt Arndt

 
Zum 60. Jahrestag des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 wurde zur Erinnerung an den Bergarbeiter Kurt Arndt eine Gedenktafel eingeweiht. Seine beiden Söhne Winfried und Horst Arndt nahmen an der Einweihung vor dem alten Wohnhaus Kurt Arndts teil. Der Volksaufstand in der DDR fand nicht nur in Berlin statt, auch im Mansfelder Land gingen Menschen wie Kurt Arndt, der damals im Fortschrittschacht arbeitete, auf die Straße. Er und andere Bergbauarbeiter erfuhren vom Streik im Otto-Brosowski-Schacht und schlossen sich dem Demonstrationszug nach Eisleben an. Sie forderten von der Hauptverwaltung des Volkseigenen Betriebs (VEB) Mansfeld die Rücknahme der Normenerhöhung. Als die Volkspolizei Kurt Arndt am 18. Juni 1953 als angeblichen „Provokateur und Rädelsführer“ festzunehmen versuchte, flüchtete dieser und die Polizisten schossen auf ihn. Er starb drei Tage später im Krankenhaus und wurde namenlos auf dem Wimmelburger Friedhof beigesetzt. An Gewaltakten und Zerstörungen in der Stadt Eisleben war Arndt nicht beteiligt. Der Grund für die Flucht war vermutlich sein fehlendes Vertrauen in die Rechtstaatlichkeit der DDR. Die Tafel zum Gedenken an den getöteten Kurt Arndt trägt eine Inschrift.

Inschriften

Inschrift der Gedenktafel
(am Unterdorf, vor dem ehemaligen Wohnhaus von Kurt Arndt)
Bergmann Kurt Arndt / 10. Juli 1914 – 21. Juni 1953 / Opfer des Volksaufstandes am 17. Juni im Mansfelder Land.
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

17. Juni 2013 - Einweihung
Einweihung der Gedenktafel für Kurt Arndt

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016