Schmalkalden, Deutschland
Gedenktafel für die Opfer des Stalinismus
Im Gebäude des Amtsgerichtes Schmalkalden unterhielt die sowjetische Geheimpolizei NKWD nach Kriegsende ein Untersuchungsgefängnis (im Volksmund „GPU-Keller“), in dem unschuldig inhaftierte Menschen gequält und ermordet wurden. Auf der Grundlage eines Geheimbefehls vom April 1945 erhielt die Geheimpolizei die Anweisung, das besetzte Hinterland von allen „feindlichen Elementen“ zu säubern und diese zu liquidieren. Tausende deutscher Zivilisten – vielfach auch Jugendliche – wurden daraufhin in der SBZ verfolgt und inhaftiert. In Gefängniskellern, wie dem von Schmalkalden, wurden unter Folter und psychischem Druck „Geständnisse“ erpresst, die langjährige Haftstrafen in sowjetischen Arbeits- und Straflagern oder gar die Todesstrafe nach sich zogen.
Am 13. November 2000 wurde auf Initiative der VOS e.V. in Thüringen vom Landrat des Kreises Schmalkalden/ Meiningen am Amtsgericht eine Gedenktafel angebracht und eingeweiht.
Inschriften
Inschrift der Gedenktafel
(am Gebäude des Amtsgerichts)
Hier war 1945 der berüchtigte Kerker / des sowjetischen NKWD. / Zum Gedenken an unsere unschuldig / ermordeten Kameraden. / Die Opfer des Stalinismus Thüringen
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Ja
- Standort: Hoffnung 30
- Stadt: Schmalkalden
- Gebiet: Thüringen
- Land: Deutschland

