Neuhaus am Rennweg, Deutschland
Gedenkstein zur Erinnerung an die Grenzöffnung
Der thüringische Rennsteig diente über Jahrhunderte als Verbindungsweg zwischen zahlreichen Passgängen und als Grenzweg zwischen den Thüringer Kleinstaaten. Als historischer Kammweg wurde der Rennsteig erstmals 1330 urkundlich erwähnt. Der etwa 168 Kilometer lange Weg ist der älteste zusammenhängende Höhenwanderweg des Thüringer Waldes. In der Zeit der deutschen Teilung nach dem Zweiten Weltkrieg war der Weg nicht durchgängig passierbar. Die im DDR-Sperrgebiet an der innerdeutschen Grenze gelegenen Teile des Rennsteiges waren abgeriegelt. Mit dem Fall der Mauer und der Vereinigung der beiden deutschen Staaten wurde der Weg wieder für die Allgemeinheit zugänglich. Zur Erinnerung daran wurde im November 1991 auf dem Sandberg bei Steinheid ein Gedenkstein eingeweiht. Geschaffen hatte ihn der Steinheider Steinmetz Klaus Langguth.
Inschriften
Inschrift des Gedenksteins
(auf dem Sandberg bei Steinheid)
Frei ist / der / Kammweg / 3 Nov 1989
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
3. November 1989 - Einweihung
Einweihung des Gedenksteins zur Erinnerung an die Grenzöffnung
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Ja
- Standort: Sandberg bei Steinheid
- Stadt: Neuhaus am Rennweg
- Ortsteil: Steinheid
- Gebiet: Thüringen
- Land: Deutschland
