Penig, Deutschland

Gedenkstein für die Opfer von Krieg und Gewalt

 
Anlässlich des 50. Jahrestages des Kriegsendes beschloss der Stadtrat in Penig 1995, die Ehrenhalle auf dem Stadtfriedhof in eine Mahn- und Gedenkstätte umzuwandeln. Ursprünglich wurde in dieser Halle nur der Opfer des Ersten Weltkrieges gedacht. Nun sollte an all jene Menschen erinnert werden, die unter verschiedenen politischen Umständen gekämpft oder gelitten hatten. Zum Volkstrauertag im November 1996 wurde die Gedenkstätte „Wider das Vergessen“ eingeweiht. Marcus Gläser aus Leipzig gestaltete den Gedenkstein, der vor den Tafeln mit den Namen der im Ersten Weltkrieg getöteten Peniger platziert wurde. Der Gedenkstein wurde mit Hilfe von Spenden der Bürger, darunter auch noch lebende Opfern des Speziallagers Mühlberg und der örtlichen Wirtschaft finanziert.

Inschriften

Inschrift des Gedenksteins
(auf dem Stadtfriedhof)
Die Liebe Gottes / den Opfern unseres / gequälten Jahrhunderts / den Vertriebenen / und Verschleppten / den Vergewaltigten / und Gefolterten / den Ausgebombten / und Gefallenen / den Vergasten Erschlagenen / Gehenkten und Verhungerten / den ihrer Würde beraubten. / Die Gnade Gottes / den Tätern. / Die Versöhnung in Gott / uns allen.
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

November 1996 - Einweihung
Einweihung des Gedenksteins für die Opfer von Krieg und Gewalt

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016