Hohndorf, Deutschland
Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus
Auf Initiative von Gerold Hupfer, Mitglied der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. (VOS), wurde am 3. Oktober 1990 am Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege in der Gemeinde Hohndorf ein Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus eingeweiht. Er erinnert an vier Hohndorfer Bürger, die von der sowjetischen Geheimpolizei NKWD Ende 1945 und Anfang 1946 im Rahmen einer Verhaftungswelle in Greiz und Umgebung festgenommen wurden. Gustav Pramann und Erich Claus wurden in sowjetische Speziallager verschleppt. Gustav Pramann verstarb 1947 im Lager Buchenwald und Erich Claus 1948 in Bautzen. Die Jugendlichen Werner Burger und Wolfgang Heber wurden am 9. März 1946 unter dem Vorwurf, einer „Werwolf“-Organisation angehört zu haben, von einem Sowjetischen Militärtribunal (SMT) zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Inschriften
Inschrift des Gedenksteins
(am Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege)
Den Opfern des / Stalinismus / Werner Burger/ 1928–1946 / Wolfgang Heber / 1929–1946 / Gustav Pramann / 1895–1947 / Erich Claus / 1902–1948
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
3. Oktober 1990 - Einweihung
Einweihung des Gedenksteins für die Opfer des Stalinismus
Literatur
- Prieß, Benno: Erschossen im Morgengrauen, Calw 1997
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: am Ehrenmal für die Gefallenen der Kriege in der Gemeinde
- Stadt: Hohndorf
- Gebiet: Thüringen
- Land: Deutschland
