Pritzwalk, Deutschland
Gedenkstein für die Opfer der Internierungslager des NKWD
An der Stelle des ehemaligen Sägewerkes in Pritzwalk befand sich von 1945 bis 1947 ein Durchgangslager der sowjetischen Geheimpolizei NKWD. Von dort aus wurden neben Funktionsträgern des NS-Regimes auch Jugendliche, denen „Werwolf“-Tätigkeit vorgeworfen wurde, und willkürlich Verhaftete in die sowjetischen Speziallager gebracht.
Michael Krüger, Sohn des damaligen Jugendpfarrers, ließ in Eigeninitiative einen Gedenkstein fertigen, der an diese Opfer erinnern soll. Er hatte durch seinen Vater vom Schicksal vieler Opfer erfahren. 1996 wurde der Stein am ehemaligen Standort des Lagers vor zwei neu errichteten Wohnblöcken eingeweiht. Die Stadtverwaltung beschloss allerdings, dass der Stein mitten in der Stadt im Wege sei, und ließ ihn 1998 auf den Friedhof bringen. Dort wurde er neben den Massengräbern von Opfern des Nationalsozialismus und anderen Gedenksteinen aufgestellt. Der Stein trägt eine Inschrift.
Inschriften
Inschrift des Gedenksteins
(auf dem Friedhof)
Gegen Gewalt / 1945–1947 / Internierungslager / des NKWD
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: Friedhof Pritzwalk, Schönhagener Straße 16 / Perleberger Straße
- Stadt: Pritzwalk
- Gebiet: Brandenburg
- Land: Deutschland
