Greven (Mecklenburg), Deutschland
Gedenkstein für den geschleiften Hof Wendisch Lieps
Wendisch Lieps befand sich zwischen Gudow im Kreis Herzogtum Lauenburg und Greven in Mecklenburg-Vorpommern. Der Ort lag an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, weshalb 1963 seine Bewohner von den DDR-Behörden ausgesiedelt und ihre Häuser zerstört wurden. Heute sind noch wenige Reste des Schulgebäudes erhalten. Eine Informationstafel mit einer Fotografie des Gebäudes und einem Text zur Geschichte des Ortes ist dort aufgestellt. An einigen Bäumen sind noch Eisenstücke sichtbar, welche die DDR-Grenzsoldaten als Steige nutzten, um in ihre Überwachungsstellungen zu gelangen. Des Weiteren sind kleine Reste des Stacheldrahtes der Grenzanlage erhalten.
Seit 2008/09 erinnert ein Findling mit eingravierten Wappen und Inschrift an den verschwundenen Ort. Die alte Dorfstelle ist ohne ortskundige Hilfe schwer auffindbar. Führungen können beim Landschaftspflegeverein Mecklenburgisches Elbtal, Heidelandschaft, Schaalsee e.V. angefragt werden.
Inschriften
Inschrift des Gedenksteins
(am nördlichen Ortsausgang)
Hier stand der Hof / Wendisch Lieps / seit 1605 zum Bülow'schen Gut / Gudow gehörig. / Nach 1963 im Zuge der Sperrung / der innerdeutschen Grenze / beseitigt.
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
2008 - Einweihung
Einweihung des Gedenksteins für den geschleiften Hof Wendisch Lieps
1963 - Historie
Zwangsaussiedlung der Bewohner und Schleifung des Hofes durch DDR-Behörden
Publikationen der Bundesstiftung
- Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Ja
- Standort: am nördlichen Ortsausgang
- Stadt: Greven (Mecklenburg)
- Ortsteil: Leisterförde
- Gebiet: Mecklenburg-Vorpommern
- Land: Deutschland
