Arendsee, Deutschland

Erinnerungsstein Sperrgebiet

 
Im Jahre 1952 verschärfte die DDR ihr Grenzregime und richtete eine Fünf-Kilometer-Sperrzone entlang der Demarkationslinie zur Bundesrepublik ein. Innerhalb dieser Zone lag auch Arendsee. Jeder Aufenthalt in der Sperrzone war genehmigungspflichtig. Es kam wiederholt zu Zwangsaussiedlungen „verdächtiger“ Personen. Der Mauerbau 1961 führte zur weiteren Verschärfung der Kontrollen und zum massiven Ausbau der Grenzanlagen. Zur Erinnerung an das Leid der Menschen in der ehemaligen Sperrzone wurde bei Arendsee ein kegelförmiger Stein mit einer Inschrift errichtet, der einer Straßensperre ähnelt. Zwar wurde die Grenze zur Bundesrepublik Deutschland am 9. November 1989 praktisch geöffnet, doch die Sperrzone im Grenzgebiet der DDR wurde offiziell erst mit Wirkung vom 13. November 1989 vom DDR-Verteidigungsministerium aufgehoben.

Inschriften

Inschrift des Erinnerungssteins
(hinter dem Ortsausgangsschild Richtung Ziemendorf)
5 km Sperrzone zur BRD / geöffnet am 9.11.1989 / Wir wollen sein ein einig / Volk von Brüdern / 18.3.1990
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Literatur

  • Buchin, Klaus: RadWandern am Grünen Band, Teil 1 und Teil 2, Kiel 1999 und 2002

Publikationen der Bundesstiftung

  • Kaminsky, Anna (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, 3. Aufl., Berlin 2016