Marktredwitz, Deutschland

Einheitliches Wiedervereinigungsdenkmal

 
Anlässlich des 25. Jahrestags der Öffnung der innerdeutschen Grenze weihten im April 2014 die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier, der einstige Bundesminister Dr. Hans-Peter Friedrich, die damals amtierende Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder und ihr späterer Nachfolger Oliver Weigel gemeinsam mit dem Landrat Dr. Karl Döhler sowie dem Initiator der Aktion Werner Erhardt das „Einheitliche Wiedervereinigungsdenkmal“ im Auenpark ein. Die Idee für ein wachsendes Baumdenkmal brachte Erhardt bereits 2012 im Rahmen eines Bürgerdialogs mit der Bundesregierung vor. Unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel und mit Unterstützung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. beteiligten sich seitdem Hunderte Gemeinden an der Pflanzung der in einem gleichschenkeligen Dreieck anzubringenden Bäume: Kiefer symbolhaft für den Osten, Buche stellvertretend für den Westen und Eiche als Zeichen für das wiedervereinigte Deutschland. In Marktredwitz wurde die Komposition trapezförmig erweitert und beinhaltet als vierten Baum eine Linde, welche die Integration der Bundesrepublik in die Europäischen Union zum Ausdruck bringen soll. Mittig zwischen den Bäumen befindet sich außerdem ein mehrteiliges Denkmal: Rund um eine aus Fichtelgebirgsgranit gefertigte Bodenplatte sind zwölf einheitliche Steinquader platziert. Auf der in Form einer Landkarte Deutschlands gestalteten Platte ist neben den geografischen Markierungen diverser Großstädte auch der Verlauf der ehemaligen innerdeutschen Grenze abgebildet. Die zum Verweilen einladenden Steinquader versinnbildlichen die zwölf Mitgliedstaaten der Europäischen Union zum Zeitpunkt der deutschen Wiedervereinigung. Eine Informationstafel am Rande des Denkmals erläutert die Bedeutung und Entstehungsgeschichte des Erinnerungsortes.

Inschriften

Inschrift der Informationstafel
(am Rande des Denkmals)
Einheitliches Wiedervereinigungsdenkmal / für Deutschland / Das in Form eines Trapezes gepflanzte / Einheitliche Wiedervereinigungsdenkmal / symbolisiert das Dach Deutschlands, bestehend aus einer Buche / für die ehemalige Bundesrepublik Deutschland / im Westen, einer Kiefer für die ehemalige DDR im / Osten, einer Eiche für das wiedervereinigte / Deutschland und einer Linde für die Europäische Union. / Das Wachsen und Gedeihen der Bäume und das Zusammenwachsen der Kronen steht symbolisch / für die Entwicklung Deutschlands in Europa. / Nach einer Idee von Werner Erhardt aus Wunsiedel / im Rahmen des von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel / initiierten „Dialog über Deutschlands Zukunft“. / Frau Dr. Merkel hat die Schirmherrschaft über / diese Denkmäler übernommen. / Gepflanzt vom Förderverein Auenpark, erweitert / um das steinerne Symbol – gestaltet durch / Herrn Steinmetzmeister Bernhard Höss, Marktredwitz.
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch

Ereignisse

April 2014 - Einweihung
Einweihung des Einheitlichen Wiedervereinigungsdenkmals
 
  • Kategorie: Gedenkort
  • Historisch: Nein
  • Standort: im Auenpark
  • Stadt: Marktredwitz
  • Gebiet: Bayern
  • Land: Deutschland