Meckenheim, Deutschland
Denkmal für die deutsche Einheit
Nach der Verwirklichung der deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 wollte der Meckenheimer Hans-Carl von Winterfeld einem möglichen Vergessen – dass sich „künftige Generationen nicht mehr an die Teilung erinnern werden“ – entgegenwirken. In der Absicht, ein Denkmal für die deutsche Einheit zu errichten, trat er an die Ehrenbürgerin Erika Meyer zu Drewer sowie an zahlreiche Meckenheimer Bürger, Vereine und Verbände mit der Bitte um Beteiligung an einer Spendenaktion zur Realisierung eines entsprechenden Erinnerungszeichens heran. Schließlich konnte 1996 die Anbringung des Denkmals am Le-Mée-Platz bei der Firma Hengstler in Auftrag gegeben werden. Die Gestaltung der aus indischem Granit bestehenden Stele übernahm der Steinmetz Heinrich Lipka. Er spaltete den Granitstein in zwei Teile und beließ die Kanten in natürlichem, unbehauenem Zustand. Die beiden um 90 Grad gedrehten und ineinander gestaffelten Bruchflächen sind in ihrer Form einem Hausgiebel nachempfunden. Die Anordnung verdeutlicht, dass die beiden Teile keine beliebigen Hälften, sondern zwei Glieder eines Ganzen sind und eine Einheit bilden. Ein vergoldetes Schriftband zu beiden Seiten des Gedenksteins unterstreicht die symbolische Bedeutung des Zusammenstehens für die deutsche Einheit.
Nachdem die Skulptur mehr als 25 Jahre auf dem Le-Mée-Platz gestanden hatte und mit der Zeit nicht ausreichend Beachtung fand, wurde das Denkmal auf Initiative und mit finanzieller Beteiligung der FDP-Stadtratsfraktion im Herbst 2024 an einen neuen exponierteren Standort am Rathausvorplatz versetzt.
Inschriften
Inschrift des Denkmals
(entlang der Seiten des Denkmals)
Der Deutschen Einheit 3. 10. 1990
Sprache: Deutsch, Schrift: Lateinisch
Ereignisse
2024 - Einweihung
Umsetzung und Einweihung des Denkmals am Rathausvorplatz
1996 - Einweihung
Einweihung des Denkmals am Le-Mée-Platz
- Kategorie: Gedenkort
- Historisch: Nein
- Standort: am Rathausvorplatz
- Stadt: Meckenheim
- Gebiet: Nordrhein-Westfalen
- Land: Deutschland
